Projektreferenz: M-BACK AG – Lebensmittelindustrie / Backwarenproduktion

Rolle: Teilprojektleitung und Beratung

Projekt: Greenfield – SAP Einführung & integrierter Produktionsprozesse mit SAP Pharma AddOns

Land: Deutschland

Die M-BACK AG ist ein führender Hersteller von Tiefkühl-Backwaren mit Produktionsstandorten in Deutschland und Europa. Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie entschied sich das Unternehmen, die Produktionssteuerung und Etikettierung in SAP zu integrieren, um mehr Transparenz, Effizienz und Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen.

Mit der Prozessberatung, der Erstellung eines Business Blueprint (BBP) sowie der Einführung der SAP AddOns it.LPI und it.PPC beauftragt. Ziel war die Harmonisierung der Produktionsprozesse und die Integration von Maschinen, Liniensteuerungen und Etikettensystemen in die bestehende SAP-Landschaft.

Der Projektstart der Implementierung erfolgte im September 2013 nach erfolgreicher Blueprint-Phase.

Schwerpunkte

  • Erstellung des Business Blueprints (BBP) für die SAP AddOns it.LPI (Label Printer Interface) und it.PPC (Production Process Cockpit)
  • Prozessanalyse und Aufnahme der bestehenden Abläufe in Produktion, Etikettierung und Verpackung
  • Definition standardisierter Produktionsprozesse und Zuordnung der SAP-Objekte zu Linien und Arbeitsplätzen
  • Integration von Etikettendruckern und Verpackungssystemen (BarTender, NiceLabel, Domino, Zebra)
  • Abstimmung mit IT und Produktionsleitung zur Festlegung der Shopfloor-Architektur
  • Vorbereitung der Systemintegration (SAP ERP mit Maschinen und Etikettendrucksystemen)
  • Projektplanung und Steuerung des Go-Live-Fahrplans für die AddOn-Implementierung

Die Backwarenproduktion zeichnet sich durch schnell wechselnde Chargen, kurze Produktionszyklen und hohe Hygienestandards aus. Besonders anspruchsvoll war die Integration von SAP in eine weitgehend manuell geprägte Produktionsumgebung, ohne den Fertigungsfluss zu unterbrechen.

Weitere Herausforderungen:

  • Heterogene Etikettendrucksysteme und dezentrale Steuerungen
  • Komplexe Rückverfolgbarkeit bei Rohstoff- und Rezepturwechseln
  • Sicherstellung der Datenkonsistenz zwischen Produktion, Lager und SAP-System
  • Anpassung der Benutzeroberflächen (Shopfloor-UI) an einfache, bedienerfreundliche Workflows
  • Einhaltung der Lebensmittelvorschriften und Hygienerichtlinien bei der Prozessdigitalisierung

Mit der Einführung der SAP AddOns it.LPI und it.PPC wurde bei M-BACK eine moderne, integrierte Lösung geschaffen, die Produktion, Etikettierung und SAP in Echtzeit miteinander verbindet:

  • it.LPI (Label Printer Interface):Zentrale Schnittstelle zwischen SAP und den Etikettendrucksystemen.
    • Automatische Übergabe der Produktionsdaten an Etikettensoftware (BarTender, NiceLabel etc.)
    • Rückmeldung der Druckstatus- und Etikettendaten an SAP
    • Zentrale Verwaltung von Etikettenvorlagen und Druckjobs
  • it.PPC (Production Process Cockpit):Digitale Shopfloor-Bedienoberfläche, entwickelt auf Basis von SAP xStep, zur Steuerung und Rückmeldung von Fertigungsaufträgen.
    • Intuitive Benutzerführung für Linienmitarbeiter
    • Automatische Rückmeldung von Produktionsmengen und Ausschüssen
    • Integration von Maschinenrückmeldungen (Start, Stop, Status)
    • Echtzeitüberwachung der Produktionsleistung
  • Integration von Produktionslinien und SAP:
    • Nutzung standardisierter OPC-Schnittstellen zur Maschinenkommunikation
    • Echtzeitverarbeitung von Auftrags- und Etikettendaten
    • Reduktion manueller Eingaben durch automatische Rückmeldungen
  • Aufbau einer skalierbaren Architektur:Die Implementierung legte die Basis für spätere Erweiterungen um it.SCL (Scale Communication Layer) und SAP EWM zur durchgängigen Digitalisierung von Produktion und Logistik.

Mit der Einführung der SAP AddOns konnte M-BACK eine deutlich effizientere, transparentere und nachvollziehbare Produktion etablieren.

Wesentliche Ergebnisse:

  • Automatisierte Etikettierung und Druckprozesse, vollständig integriert in SAP
  • Reduktion manueller Eingaben und Fehlerquellen in der Produktionsrückmeldung
  • Echtzeitüberwachung der Produktionslinien und bessere Entscheidungsgrundlagen
  • Verbesserte Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen bis Endprodukt
  • Optimierte Linienauslastung durch transparentes KPI-Monitoring
  • Grundlage für spätere MES- und IoT-Erweiterungen geschaffen

Durch die enge Zusammenarbeit von IT, Produktion und Traniva konnte das Projekt in nur wenigen Monaten von der Konzeptphase bis zum Pilotbetrieb erfolgreich umgesetzt werden.